PID (Präimplantationsdiagnostik) ermöglicht Embryonen genetisch untersucht zu werden, bevor sie in die Gebärmutter eingepflanzt werden. Dieses Verfahren wird am 3. Kulturtag des Embryos angewendet, hier besteht ein Embryo aus 4 bis 10 Zellen und zeigt einen einzigen Nukleus. Mit Hilfe einer Biopsie-Pipette wird die Embryobiopsie, also die Abspaltung einer oder zweier Zellen von einem Embryo durchgeführt, um die entsprechende genetische Untersuchung durchzuführen. Man kann sich fragen, ob dieses Verfahren schädlich für den Embryo ist. Es wurde berichtet, dass sie nachfolgende Entwicklung des Embryos nicht beeinträchtigt hat, wenn das Verfahren richtig und schonend durchgeführt wird. Im Anschluss der PID werden die Embryos mit normalem, genetischem Inhalt für die künstliche Befruchtung verwendet.

GENETIC

Die PID wird unter folgenden Umständen angewendet:

Nach einem Minimum von zwei bis drei Fehlversuchen
wiederholten Fehlgeburten
Erbkrankheit in der Familiengeschichte
fortgeschrittenem Alter der Mutter
Krankheiten, die mit Geschlechtschromosomen übertragen werden
HLA (human leukocyte antigen) typing
Geschlechtsbestimmung (Ausgleich der Familie)

PräimplantationsdiagnostikPID PROZEDUR:

Der erste Schritt ist die Biopsie die durch einen erfahrenen Embryologen im Labor durchgeführt wird. Biopsie kann von dem Polkörper der Eizelle vor und / oder nach der Befruchtung oder aus den Zellen des Embryos entnommen werden. Letzteres wird hauptsächlich ausgeübt. Es werden ein bis zwei Zellen aus den Embryonen mit Hilfe einer Pipette entfernt.

Der zweite Schritt ist das Fixierungsverfahren. Zellen aus den Embryonen die entfernt wurden, werden auf Glasobjektträger fixiert. Ihre genetischen Inhalte werden freigelegt und dem genetischen Labor zur Auswertung gesendet.

Im letzten Schritt untersucht das genetische Labor das Material. Es gibt zwei grundlegende Untersuchungstechniken. Mit der FISH (Fluoreszenz in situ-Hybridisierung) -Technik werden die fixierten Zellen mit speziellen Sonden gefärbt um die Abnormalität zu erfassen. Da diese Sonden an fluoreszierenden Substanzen befestigt sind senden sie Signale unter UV-Licht.
Heutzutage gibt es Sonden mit verschiedenen Farben für jedes untersuchte Chromosom.
Die Zahl der Erkrankungen, die mit dieser Technologie diagnostiziert werden können, wird von Tag zu Tag erhöht. Andere genetische Untersuchungstechnik ist die PCR (Polymerase Kettenreaktion), die zum Nachweis einzelner Gen-Erkrankungen verwendet wird. Es ist möglich, dass die PID die Schwangerschaftsraten verbessern kann, weil sie Embryonen auswählt, die genetisch normal sind. Allerdings ist PGD kein Therapieansatz, sondern ein diagnostisches Instrument.